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Warum KPV?

Krankenpflegefördervereine - heute wieder so aktuell wie damals

 

Sieben Gründe, weshalb es sich lohnt, Mitglied in einem Kranken-Pflegeförderverein zu werden und zu bleiben:

 

  1. Kranken- und Pflegekassen decken heute und künftig nur noch eine pflegerische Grundversorgung ab. Wenn jemand in der Familie krank oder pflegebedürftig wird, ist er über die Kassenleistungen hinaus auf Unterstützung und Hilfe angewiesen. Hierzu bedarf es Einrichtungen, die durch den Verein unterstützt werden.

  2. Diakoniestationen mit Kranken- und Altenpflege, Haus- und Familienpflege, hauswirtschaftlicher Versorgung und Nachbarschaftshilfe leisten diese Unterstützung und Hilfe in den eigenen vier Wänden zu Hause, verbunden mit Begleitung und Beratung. Und darüber hinaus werden auch die Ange-hörigen entlastet.

  3. Für alleinstehende, alte, kranke und behinderte Menschen in der Gemeinde gibt es verschiedene Unterstützungsangebote, die schnell und unbürokra-tisch bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen helfen und dafür sorgen, daß diese Menschen ihren Platz in der Solidargemeinschaft behalten.

  4. Die finanziellen Beiträge der Solidargemeinschaft unterstützen Pflege und Zuwendung für diejenigen, die durch Krankheit und Behinderung nicht in gewohnter Weise am täglichen Leben teilnehmen können. Die Kranken- oder Pflegekassen bezahlen derzeit keine Gespräche oder Betreuung, die jedoch für alle kranken Mitmenschen und deren Angehörige überaus wichtig sind.

  5. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 16 € und kann von der Steuer abgesetzt werden. Dies gilt auch für Spenden.

  6. Bei der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung kann das Mitglied erfahren, wofür die eingegangenen Mitgliedsbeiträge und Spenden verwendet wurden.

  7. Eine Mitgliedschaft kann dabei helfen, die bedeutsame Tradition der Krankenpflegevereine in der Gemeinde vor Ort zu bewahren, das Leben in der bürgerlichen Gemeinde und der kirchlichen Gemeinschaft zu unterstützen und zu fördern. Die Mitgliedschaft zeigt die soziale Verantwor-tung und die Solidarität für Aufgaben, die in der Gemeinde so wichtig sind.

 

Krankenpflegeförderverein - Geschichte

 

Die Krankenpflegevereine entstanden in Württemberg in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach der Anregung der Kaiserswerther Mutterhaus-Diakonie.

Die meisten Krankenpflegevereine in unserer Region haben eine kirchliche und bürgerliche Wurzel. Dies wird daran deutlich, daß die Anstellungen der ersten Gemeindekrankenschwestern in den Gemeinden vom Kirchen-gemeinderat oder vom Gemeinderat beschlossen wurden.

Alle Krankenpflegevereine waren damals Vereine der „Reichen“ ( derjenigen, die etwas mehr hatten) für die Armen. Die Armen sollten unentgeltlich Pflege erhalten, weil sie sich die Pflege aufgrund ihrer Armut nicht leisten konnten.

Ein ausgebautes Versicherungssystem wie heute gab es zu dieser Zeit nicht.

Die „Reichen“ hatten die Gemeindekrankenschwester pro Hausbesuch zu bezahlen.

Erstmals in der Geschichte entstand eine flächendeckende und fachgerechte Versorgung Pflegebedürftiger – unabhängig von deren persönlicher finanzieller Situation. Ein Ziel, dem sich die Krankenpflegefördervereine bis heute verpflichtet wissen.

Veränderte Altersstrukturen und die medizinische Entwicklung brachten erhöhte Anforderungen an die häusliche Krankenpflege. In den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts entstand ein flächendeckendes Netz von Diakonie / Sozialstationen, die Arbeit der Gemeindeschwestern wurde auf eine breitere Basis gestellt. Die Krankenpflegevereine wurden zu Krankenpflege-fördervereinen, die für die örtliche Verbundenheit, sowie die ideelle und finanzielle Förderung der Krankenpflegearbeit der Diakonie/Sozialstationen Verantwortung übernahmen

1995 – der Gesetzgeber führt die Pflegeversicherung ein. Für die Krankenpflegefördervereine heißt das, Sorge zu tragen, daß die Pflegebedürftigen auf dem entstehenden Pflegemarkt nicht auf der Strecke bleiben. Die Infrastruktur für die zeitgemäße Betreuung Pflegebedürftiger in den eigenen vier Wänden muss gefördert werden. Auch die Altersentwicklung (immer mehr Menschen werden immer älter) fordert von uns mutige Lösungen. Aber die Kranken-pflegefördervereine werden sich auch dieser Herausforderung stellen.

Diakoniestation Schozach-Bottwartal e.V.

Bahnhofstraße 2
74360 Ilsfeld

Tel.: 07062 / 97 305 0
Fax: 07062 / 97 305 20