Warum KPV?
Sieben Gründe, weshalb es sich lohnt, Mitglied in einem Kranken-Pflegeförderverein zu werden und zu bleiben:
- Kranken- und Pflegekassen decken heute und künftig nur noch eine
pflegerische Grundversorgung ab. Wenn jemand in der Familie krank oder
pflegebedürftig wird, ist er über die Kassenleistungen hinaus auf
Unterstützung und Hilfe angewiesen. Hierzu bedarf es Einrichtungen, die durch
den Verein unterstützt werden.
- Diakoniestationen mit
Kranken- und Altenpflege, Haus- und Familienpflege, hauswirtschaftlicher
Versorgung und Nachbarschaftshilfe leisten diese Unterstützung und Hilfe in
den eigenen vier Wänden zu Hause, verbunden mit Begleitung und Beratung. Und
darüber hinaus werden auch die Ange-hörigen entlastet.
- Für alleinstehende,
alte, kranke und behinderte Menschen in der Gemeinde gibt es verschiedene
Unterstützungsangebote, die schnell und unbürokra-tisch bei der Bewältigung
schwieriger Lebenssituationen helfen und dafür sorgen, daß diese Menschen
ihren Platz in der Solidargemeinschaft behalten.
- Die finanziellen
Beiträge der Solidargemeinschaft unterstützen Pflege und Zuwendung für
diejenigen, die durch Krankheit und Behinderung nicht in gewohnter Weise am
täglichen Leben teilnehmen können. Die Kranken- oder Pflegekassen bezahlen
derzeit keine Gespräche oder Betreuung, die jedoch für alle kranken
Mitmenschen und deren Angehörige überaus wichtig sind.
- Der Mitgliedsbeitrag
beträgt 16 € und kann von der Steuer abgesetzt werden. Dies gilt auch für
Spenden.
- Bei der jährlich
stattfindenden Mitgliederversammlung kann das Mitglied erfahren, wofür die
eingegangenen Mitgliedsbeiträge und Spenden verwendet wurden.
- Eine Mitgliedschaft kann dabei helfen, die bedeutsame Tradition der Krankenpflegevereine in der Gemeinde vor Ort zu bewahren, das Leben in der bürgerlichen Gemeinde und der kirchlichen Gemeinschaft zu unterstützen und zu fördern. Die Mitgliedschaft zeigt die soziale Verantwor-tung und die Solidarität für Aufgaben, die in der Gemeinde so wichtig sind.
Die Krankenpflegevereine entstanden in Württemberg in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach der Anregung der Kaiserswerther Mutterhaus-Diakonie.
Die meisten Krankenpflegevereine in unserer Region haben eine kirchliche und bürgerliche Wurzel. Dies wird daran deutlich, daß die Anstellungen der ersten Gemeindekrankenschwestern in den Gemeinden vom Kirchen-gemeinderat oder vom Gemeinderat beschlossen wurden.
Alle Krankenpflegevereine waren damals Vereine der „Reichen“ ( derjenigen, die etwas mehr hatten) für die Armen. Die Armen sollten unentgeltlich Pflege erhalten, weil sie sich die Pflege aufgrund ihrer Armut nicht leisten konnten.
Ein ausgebautes Versicherungssystem wie heute gab es zu dieser Zeit nicht.
Die „Reichen“ hatten die Gemeindekrankenschwester pro Hausbesuch zu bezahlen.
Erstmals in der Geschichte entstand eine flächendeckende und fachgerechte Versorgung Pflegebedürftiger – unabhängig von deren persönlicher finanzieller Situation. Ein Ziel, dem sich die Krankenpflegefördervereine bis heute verpflichtet wissen.
Veränderte Altersstrukturen und die medizinische Entwicklung brachten erhöhte Anforderungen an die häusliche Krankenpflege. In den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts entstand ein flächendeckendes Netz von Diakonie / Sozialstationen, die Arbeit der Gemeindeschwestern wurde auf eine breitere Basis gestellt. Die Krankenpflegevereine wurden zu Krankenpflege-fördervereinen, die für die örtliche Verbundenheit, sowie die ideelle und finanzielle Förderung der Krankenpflegearbeit der Diakonie/Sozialstationen Verantwortung übernahmen
1995 – der Gesetzgeber führt die Pflegeversicherung ein.
Für die Krankenpflegefördervereine heißt das, Sorge zu tragen, daß die
Pflegebedürftigen auf dem entstehenden Pflegemarkt nicht auf der Strecke
bleiben. Die Infrastruktur für die zeitgemäße Betreuung Pflegebedürftiger in den
eigenen vier Wänden muss gefördert werden. Auch die Altersentwicklung (immer
mehr Menschen werden immer älter) fordert von uns mutige Lösungen. Aber die
Kranken-pflegefördervereine werden sich auch dieser Herausforderung
stellen.
